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Australien - Teil 2

Traurig aber wahr: seit ganzen drei Monaten bin ich schon wieder in der Schweiz. Deshalb ist es langsam aber sicher Zeit für den zweiten Teil meiner Australien-Reise!

 

Am 1. Mai landete ich in Darwin, dem wärmsten Ort meiner Australien Zeit. Es hat zwar Strände da, aber da oft die Gefahr von Krokodilen besteht, ist es empfehlenswerter den Tag in einem Freibad zu geniessen. Am Abend kann man an der Mindil-Beach einen wunderschönen Sonnenuntergang geniessen und wenn man genau auf den Boden schaut, kann man hunderten von kleinen Krebsen beim wandern zuschauen!

 

Dann ging es los Richtung Outback. Unterwegs sahen wir Spots die Oasen sein könnten! Die Nacht verbrachten wir in Daly Waters, eine Raststätte in the middle of nowhere. Ein Schild wies darauf hin, dass der nächste MC-Drive gut 286 km entfernst sei, ein Katzensprung ;)
Am nächsten Tag fuhren wir zu den Devils Marbles, eine heilige Stätte der Aboriginies, welche aus gut tausend runden Granitfelsen besteht und sich mitten in der Wüste befindet. Nach einigen Stunden Weiterfahrt, erreichten wir Alice Springs.

 

Von hier aus ging es los nach Yulara, einer Touristensiedlung im Northern Territory, mit Sicht auf den Ayers Rock. Hier war unser Camp für die erste Nacht im Australian Outback. Nach einer Wanderung um den halben Uluru und einem Glas Prosecco zum Sonnenuntergang, machten wir es in unseren Swags (etwas dickere Schlafsäcke) so bequem es ging für die Nacht. Obwohl es am Tag richtig heiss war, kühlte es in der Nacht bis unter zehn Grad ab. Wunderschön war jedoch der Blick auf die Sterne und dem Southern Cross!
Am nächsten Morgen wurden wir um 4:30 Uhr geweckt, um als erste Gruppe bei der Sunrise-Plattform zu sein. Und es hat sich mehr als gelohnt! Nach diesem atemberaubenden Sonnenaufgang ging es auf Wanderschaft in Kata Tjuta, durch das valley of the winds. Dann fuhren wir zum neuen Camp für die zweite Nacht unter dem australischen Sternenhimmel.
Die letzte und schönste Station im Outback war der Kings Canyon. In aller Frühe starteten wir unsere Wanderung durch den Grand Canyon von Australien und genossen die letzten Stunden mit unserer tollen Gruppe bei einem gemeinsamen Abendessen back in Alice Springs.

 

Von Alice Springs flog ich dann nach Adelaide. Von dort aus machte ich einen Ausflug nach Kangaroo-Island. Zwei Erlebnisreiche Tage mit Sandboarding, Sonnenuntergang, Lagerfeuer und besichtigen einiger Wahrzeichen dieser Insel; prospect hill, Seal Bay, Admirals Arch, remarkable rocks, Leuchtturm, honeyfarm, Flinders Chase National Park mit vielen Koalas und – wie es der Name der Insel bereits sagt – sahen wir tausende Kangaroos.

 

Zurück in Adelaide ging es weiter in die Grampians und dann auf die Great Ocean Road Richtung Melbourne. Vorbei an den Mc Kenzie Falls, zu Picknickplätzen an denen nicht nur Menschen, sondern auch Emus, Kangaroos und Koalas alltäglich sind. Den Sonnenuntergang sahen wir uns im Grampians Nationalpark an. Der nächste Tag startete mit einer Wanderung durch die Grampians, dann plötzlich waren wir auf der Great Ocean Road, wo man kaum aus dem Staunen raus kommt! Das Highlight der Tour war der Sonnenuntergang bei den twelve Apostels, welche früher the sow and piglets (die Sau und die Schweinchen) hiessen. Twelve Apostels hört sich natürlich besser an, obwohl es nie zwölf Kalksteine waren, die da im Meer stehen. Trotzdem muss man sie einfach gesehen haben!

Nach einem Shopping-Stopp in Torquay, dem Geburtsort von den Marken Ripcurl und Quicksilver, erreichten wir Melbourne.

 

Melbourne sei bekannt für Streetart, also machten wir uns in einer kleinen Gruppe auf, diese tolle Streetart zu suchen. Leider war die nicht so toll wie erwartet, oder wir waren einfach an den falschen Spots. Mit einer Tour besuchte ich die Phillip Island. Auf dem Plan stand eine Farm, auf der die Japanischen und Chinesischen Touristen aus allen Wolken fielen, als sie lebende Schafe, Pferde und Kühe sahen, ein Besuch in einem Wildlife-Sanctuary, wo wir Koalas, Wombats, Dingos, Kangaroos und Wallabies sahen, und das Highlight: die Pinguine! So süss, wie sie in Gruppen aus dem Wasser watscheln und sich dann auf den Weg zu den Nestern machen. Dort gibt es ein riesen Geschrei, bis jeder Pinguin seinen Partner gefunden hat.
Zurück in Melbourne besuchte ich noch den Victoria-Market, ein riesen Markt auf dem es wirklich alles zu kaufen gibt. Dann machte ich noch einen Ausflug nach Brighton Beach, einen Strand mit kunterbunten Holzhäuschen und bald hiess es wieder Abschied nehmen und weiter nach Hobart, Tasmanien.

 

Hier spürte man den Winter deutlicher denn je!
Mit einer tollen Gruppe ging es los auf die Tassie-Tour. Wir machten einige schöne Wanderungen, z.B. durch den Freycinet Nationalpark zum Wineglass Bay, besuchten das Bonorong Wildlife Sanctuary und eine Lavendel Farm, wo ich zum ersten – und letzten Mal – einen Lavendel-Cake gegessen habe. Dann besuchten wir Port Arthur, ein ehemaliges Gefängnis der Australischen Sträflingskolonie und machten eine Boots-Tour um die sogenannten Todes-Inseln. Zum Glück gab es auf dem Schiff Schweizer Schokolade, denn ich bekam diesen Lavendelgeschmack nicht mehr los und wurde fast Seekrank weil ich nur noch an Lavendel dachte.

 

Leider war auch die Tasmanien-Zeit schnell vorbei und schon sass ich im Flugzeug nach Sydney, meinem final stop.

Für die nächsten Tage konnte ich in Coogee bei vier Irischen Freundinnen wohnen, welche ich an der East-Coast kennen gelernt habe.
Da gibt es einen coastal walk von Coogee bis Bondi, von Strand zu Strand, vorbei an noch mehr Stränden und Buchten, und obwohl es langsam Winter war, hatte es noch Leute im Wasser.

Dann wagte ich mich nach Sydney selber, wo ich sofort die Orientierung verlor. Zum Glück gibt es noch das iPhone mit GPS und ich fand mich dann noch einigermassen zurecht. Nach gefühlten 100‘000 Schritten rund um das Opernhaus, die Harbour-Bridge, durch the Rocks und Shopping-Centres und den Farb-Spielen des „Vivid-Sydney“, wurde Sydney meine Lieblingsstadt in Australien.

Mit einem bekannten von der Tassie-Tour fuhr ich mit der Fähre nach Manly, um über den coastal walk zurück nach Sydney zu laufen.
Die letzten zwei Tage wohnte ich bei einer Deutschen Freundin, welche ich in Neuseeland kennen gelernt habe.
Nach dem letzten Ausflug in Australien zu den Blue Mountains, stieg ich schon bald wieder ins Flugzeug nach Singapur, und dort startete mein zehnter(!!) Flug, zurück nach Zürich.

 

Es waren fünf traumhafte Monate, mit vielen Erlebnissen, Ups und Downs, vielen neuen Bekanntschaften und den besten Erinnerungen. 
Wenn du also daran denkst, reisen zu gehen, TU ES! Da wird es immer Leute geben, die sagen es sei "mainstream", aber die sind meistens nur eifersüchtig ;)

Man macht Erfahrungen fürs Leben und lernt auch sich selber besser kennen.